Hilfsmittel

Beim Verkaufen und Sammeln von Münzen sind feine Unterschiede zu beachten. Um nötige Unterscheidungen schnell und einfach treffen zu können, haben wir auf dieser Seite die wichtigsten Hilfs- und Sachthemen für Sie bereitgestellt:

Erhaltungsgrade von Münzen / Medaillen

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deutsch englisch französisch  
Bezeichnung Abkürzung Bezeichnung Abkürzung Bezeichnung Abkürzung Erklärung
Polierte Platte PP Proof PRF, PR, PF Flan Bruni FB Beste Qualität. Münzen werden aus polierten Ronden mit speziell polierten Stempeln mehrfach geprägt.
Spiegelglanz sp, spgl Proof like PL     Münzen werden mit poliertem Stempel geprägt aber ohne polierte Ronden.
Unz, unc hdg, hgh         Münzen werden gleich nach Prägung einzeln verpackt (nur in Österreich).
Stempelglanz st, stgl Brillant uncirculated BU Fleur de coin FDC Absolut prägefrisch ohne Gebrauchsspuren
Unzirkuliert unz Uncirculated Unc     Münzen, die nie im Umlauf waren. Kleinere Kratzer können jedoch durch den Kontakt mit anderen Münzen bei der Herstellung entstehen.
Prägefrisch pfr Mint state MS     Synonym für Stempelglanz oder unzirkuliert
Fast unzirkuliert -unz Almost uncirculated AU     Münze mit geringfügigen Kratzern bzw. kleinen Bereibungsspuren
Vorzüglich vz Extremely fine XF Superbe SUP Münze war kurz im Umlauf. Kleine Kratzer, minimale Abnutzungsspuren. Sämtliche Prägedetails noch klar sichtbar.
Sehr schön ss Very fine vf Très très beau TTB Münzen mit geringen Umlaufspuren. Feinere Details teilweise abgenutzt, mittlere Details noch klar sichtbar.
Schön s Fine f Très beau TB Münze hat deutliche Umlaufspuren. Konturen und Inschriften sind noch vollständig erhalten.
Sehr gut (erhalten) sg, sge Very good vg Beau BE Münzen, bei denen trotz starker Abnutzung noch einige wenige Details sichtbar sind.
Gut (erhalten) g, ge Good G Très bien conservée TBC Nur noch Konturen sind sichtbar
Sonst. - Fair FR     Konturen sind nur noch teilweise sichtbar
Gering erhalten ge Poor, Basal state PO, BS bien conservée BC Münze hat ihr ganzes Münzbild verloren und kann kaum noch identifziert werden.

Erhaltungsgrade von Papiergeld

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  UNC AU EF VF F VG G Fair Poor
Uncirculated About Uncirculated Extremely Fine Very Fine Fine Very Good Good Fair Poor
Bankfrisch (1) Fast Bankfrisch (1-) Vorzüglich (2) Sehr Schön (3) Schön (4) Sehr Gut (5) Gut (6) Gering Erhalten (7) Schlecht (8)
Ecken keine Beschädigungen Kleinste Fältchen ODER... Kleinste Fältchen Ecken sind nicht vollständig abgerundet Deutliche Abnutzungsspuren Abgerundete Ecken
Falten keine Falte ...ODER eine leichte Falte in der Mitte Entweder drei leichte Falten oder ein starker Knick Mehrere horizontale und vertikale Falten Viele Falten und Knicke
Papierfarbe Papier ist sauber mit leuchtenden Farben Minimale Schmutzflecken oder Farbflecken, jedoch noch frisch Nicht besonders schmutzig, jedoch leicht lappig Schmutzig, farbverändert oder fleckig Sehr schmutzig, farbverändert und kleine Graffiti Sehr schmutzig, farbverändert, Graffiti und dunkle Teile Sehr schmutzig, farbverändert, Graffiti und dunkle Teile
Flecke Keine Flecke Keine Flecke an den Rändern Kleine Flecke an den Rändern, aber ausserhalb der Innenfläche Flecke in der Innenfläche
Risse Keine Risse vorhanden Kleine Risse an den Rändern Risse bis ins Motiv Tiefe Risse Fast komplett durchgerissen Klebeband hält die Note zusammen
Löcher Keine Löcher Kein Mittelloch, jedoch Heftlöcher möglich Mittelloch und Heftlöcher
Vollständigkeit Vollständig Keine grösseren Teile fehlend Fehlende Stücke Fehlende Stücke oder mit Klebeband verbundene Stücke

Von "http://www.numispedia.de/Erhaltungsgrad"

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Kleine Geldkunde

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Schon vor Jahrhunderten begeisterten Münzen die Menschen, waren sie doch z. T. kleine Kunstwerke, auf denen sich Geschichte abspielte, Mythen erzählt oder Fürsten geehrt wurden. Und ebenso wie Münzen im Laufe der Zeit für Historiker an Bedeutung gewannen, fanden auch die Sammler ein Interesse daran historische oder auch noch gültige Münzen zu sammeln, sich an ihrer künstlerischen Gestaltung zu erfreuen und sich mit ihrer Geschichte zu befassen.

Entstehung des Geldes

Der Handel in früheren Zeiten war meist ein reines Tauschgeschäft, das heißt derjenige der mehr Waren produzierte als er selbst verbrauchte, tauschte Ware gegen Ware. Im Laufe der Entwicklungsgeschichte der hiesigen Bevölkerung wurden immer größere Mengen an Waren an immer mehr Orten gehandelt. So war es bald notwendig geworden ein Tauschmittel, als eine Art Zwischengut zur Verfügung zu haben, das den freien Handel ermöglichte und als eine Art Wertmesser diente und gut transportabel war. Als Tauschmittel fungierten eine Menge Dinge, Felle, Salz, Korn und Edelmetalle waren einige davon. Das Edelmetall setzte sich schließlich als Tauschmittel durch, war es doch selbst kein Verbrauchsgut. Dieses Edelmetall in Form von Metallstücken musste nun so bei jedem Tausch gewogen werden um den Wert festzustellen. Später beurkundete die Obrigkeit den Wert des Metallstücks mit entsprechendem Stempelaufdrücken. Die Münze war geboren.

Historie des Geldes in Stichpunkten:

2008
Malta und Zypern tauschen ihre Währungen gegen den Euro ein.

2007
Slowenien führt den Euro ein.

2002
Der Euro ersetzt endgültig die Landeswährungen in Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, in Österreich, Portugal und Spanien.

1999
Der Euro wird als Buchgeld eingeführt.

1992
Die Europäische Gemeinschaft beschließt die Einführung einer Gemeinschaftswährung bis 1999.

1990
Am 1. Juli beginnt die deutsche Währungsunion. Auf dem Gebiet der DDR wird die D-Mark eingeführt.

1987
Am 19. Oktober dem "Schwarzen Montag" brechen die Kurse an den Weltbörsen drastisch ein. Allein der Dow Jones verliert fast 1/4 seines Wertes.

1980
Erste Geldautomaten werden eingerichtet.

1975
Der Ecu wird als Kunstwährung geschaffen. Er setzt sich aus den Kursen der zwölf EG-Mitgliedstaaten zusammen.

1975
Die letzten Silbermünzen als Umlaufstücke werden ausgegeben. Danach werden nur noch Gedenkmünzen in Silber geprägt.

1973
Das System fester Wechselkurse gem. den Beschlüssen von Bretton Woods zerbricht endgültig. Die Ära frei schwankender Wechselkurse beginnt.

1971
Der Wechselkurs der D-Mark wird freigegeben.

1968
Der Eurocheque als eine Art europäisches Zahlungsmittel entsteht.

1967 Aus der Deutschen Mark und danach der Mark der Deutschen Notenbank wird die Mark der Deutschen Demokratischen Republik.

1959
Die D-Mark wird im Saarland gesetzliches Zahlungsmittel.

1957
Die deutsche Bundesbank beginnt als Nachfolgerin der Bank deutscher Länder.

1952
Die erste Gedenkmünze nach dem Zweiten Weltkrieg wird herausgegeben.

1948
Die D-Mark wird in der westlichen Besatzungszone eingeführt, die Ostmark im Osten.

1948
In Frankfurt wird die Bank deutscher Länder gegründet. Sie erhält das Münzprivileg bis 1950.

1944
In Bretten Woods (USA) vereinbaren 44 Staaten ein internationales System fester Wechselkurse und eine Gold - Dollar Parität für die Nachkriegszeit. Die Errichtung der Weltbank und des internationalen Währungsfonds wird beschlossen.

1943
Hitler lehnt die Ausprägung von Münzen mit seinem Konterfei vorerst ab. Erst nach dem Endsieg sollen sie ausgegeben werden

1938
Die Reichsmark wird in Österreich gesetzliches Zahlungsmittel.

1936
Die Kriegsvorbereitungen der Nazis laufen auf Hochtouren. Lohn- und Preisstopps werden erlassen. Preiserhöhungen werden verboten.

1933
Die Nazis lassen neue 5-Markstücke prägen, diese haben 29 Millimeter Durchmesser und wiegen 13,889 Gramm. Diese Größennorm hat sich bis heute erhalten. Die 3-Markstücke werden aus dem Verkehr gezogen.

1929
Am 29.10. kommt es an der New Yorker Wallstreet zum großen Börsenkrach (Schwarzer Freitag). Es kommt zu vielen Zusammenbrüchen von Unternehmen und Banken und zu großer Arbeitslosigkeit.

1923
Die deutsche Rentenbank wird gegründet. Die Rentenmark wird eingeführt, die durch hypothekarische Belastung des gesamten dt. Grundbesitzes gedeckt ist. Die Inflation ist beendet.

1922
In Deutschland beginnt die große Inflation. War ein Dollar 1914 noch für 4,20 Mark zu haben, so musste man am 20. November 1923 schon 4,2 Billionen Mark dafür bezahlen. Insgesamt kursierten in dieser Inflationsphase 10 Milliarden Geldscheine im Gesamtwert von 3900 Trillionen Mark.

1921
Die Reparationsleistungen Deutschlands werden auf 132 Milliarden Goldmark festgelegt.

1918
Nach Ende des Ersten Weltkrieges hat sich der Bargeldumlauf in Deutschland vervierfacht.

1917
Die erste Kreditkarte wird in einem Chicagoer Kaufhaus erfunden.

1916
Die Umsatzsteuer wird eingeführt. Steuerhinterziehungen werden erstmals unter Strafe gestellt.

1915
Darlehenskassenscheine werden in Deutschland ausgegeben.

1914
Am Vorabend des Ersten Weltkrieges beträgt der gesamte Bargeldumlauf in Deutschland 8,7 Milliarden.

1908
Der Postscheckverkehr wird in Deutschland eingeführt.

1907
Die Silbertaler werden außer Kurs gesetzt. Die Talerzeit in Deutschland ist vorbei. An die Stelle der Taler tritt ab 1908 das neu eingeführte Dreimarkstück.

1874
Die ersten Reichskassenscheine werden ausgegeben.

1871
Nach Gründung des Deutschen Reiches tritt die Mark anstelle der bisherigen Taler oder Gulden. Die Goldwährung wird eingeführt.

1857
Mit dem Wiener Münzvertrag wird das Zollpfund zu 500 Gramm eingeführt. Der Vereinstaler entsteht und wird im 30 Taler-Fuß geprägt.

1849
Die erste deutsche Kreditgenossenschaft wird gegründet.

1840
In Sachsen wird der Neugroschen auf Basis des Dezimalsystems eingeführt.

1838
Die Zollvereinsstaaten beschließen die Dresdner Münzkonvention. Danach gelten zwei Währungsgebiete in Deutschland, das norddeutsche Talergebiet mit dem 14-Taler-Fuß und das süddeutsche Guldengebiet mit dem 24 1/2 Gulden-Fuß. 1 Taler gilt dann 1,75 Gulden.

1828
In Russland wird Platingeld eingeführt. Die Prägung wird 1845 wieder eingestellt.

1816
Als erstes Land führt England die Goldwährung ein.

1792
Der Dollar wird zur Währung in den Vereinigten Staaten. Sprachlich ist er vom Taler abgeleitet.

1778
In Hamburg wird die erste deutsche Sparkasse gegründet.

1765
In Preußen entsteht die erste Notenbank Deutschlands. Sie ist die direkte Vorgängerin der Reichsbank.

1759
Während des Siebenjährigen Krieges entsteht in Wien das erste Papiergeld der deutschen Länder.

1753
Nach der Bayrisch-östereichischen Münzkonvention werden aus der feinen Kölner Mark Silber 10 Konventionstaler geschlagen. Diese Münzkonvention kommt vor allem in Süddeutschland zur Anwendung.

1750
Der "Graumannsche Konventionsfuß" wird in Preußen eingeführt. Danach werden aus einer Kölner Mark 14 Taler geprägt.

1700
Die kleinste Goldmünze Europas entsteht in Nürnberg. Der 1/32 Dukat wiegt nur 0,1 Gramm.

1661
Das erste offizielle Papiergeld Europas entsteht in Stockholm.

1659
Die schwerste Münze der Welt wird in Schweden geprägt. Das Stück aus Kupfer wiegt mehr als 22 Kilogramm.

1618-1623
Die durch den Dreißigjährigen Krieg hervorgerufene "Kipper- und Wipperzeit" führt zu einer drastischen Inflation in Mitteleuropa.

1605
Die erste Staatsbank Europas entsteht in Rom durch Papst Pius VI.

1560
Die Vorläufer erster Terminmärkte entstehen in Holland.

1551/1559
Nach der zweiten und dritten Reichsmünzordnung wird der Reichsguldiner zu 60 Kreuzer geschaffen. Der Reichstaler wird nun im 9-Talerfuß aus der Mark Silber geschlagen. Es vollzieht sich die Trennung in Taler- und Guldenländer.

1525
Nach der Gründung der ersten Münzstätte durch die spanischen Kolonialherren in Mexiko entsteht der Piaster.

1524
Karl V. erlässt die erste Reichsmünzordnung, danach wird die Kölner Mark zu 233,80 Gramm zum neuen Gewichtsstandard.

1520
Der Graf von Schlick lässt im Joachimstal den ersten Großgroschen prägen. Diese "Joachimstaler" geben später dem Taler seinen Namen.

1484
Herzog Siegmund von Tirol lässt 60 Kreuzer im Wert eines rheinischen Gulden zu einem Guldengroschen prägen. Die Talerzeit beginnt

1409
Die erste Börse Europas entsteht in Brügge.

1368
In der Ming-Dynastie in China entsteht der größte Geldschein der Welt, er ist 23 mal 32 cm groß.

1356
In Frankreich entsteht der Franc.

1282
In Venedig wird mit der Prägung des Golddukatens begonnen.

1280
Marco Polo berichtet über die Erfindung des Papiergeldes in China.

1266
Der französische König Ludwig IX. lässt den ersten Groschen, als Zusammenfassung von 12 Pfennigen prägen.

1263
Graf Meinard II. gründet die Grafschaft Tirol und lässt eine neue Münze, mit einem darauf abgebildeten Andreaskreuz prägen. Der "Kreuzer" entsteht.

1252
In Florenz entsteht eine neue Handelsgoldmünze, der Florenus. Der Name der ungarischen Währung Forint erinnert noch heute daran.

1226
Als erste deutsche Stadt erwirbt Lübeck das Münzrecht.

1180
In England entsteht eine Handelsmünze namens "easterling". Dieser Name lebt in der Bezeichnung Sterling (wie Pfund Sterling, Sterling Silber) weiter.

1170
Unter Friedrich Barbarossa entstehen die ersten Brakteaten, die so genannten Blechpfennige. Diese Münzen sind jew. nur regional gültig und werden teilweise jährlich durch den Landesfürsten widerrufen und müssen eingetauscht werden, natürlich immer mit Gewinn für Münzmeister und Landesherrn.

1137
Das einheitliche Münzwesen in Deutschland löst sich auf, der regionale Pfennig entsteht.

1096
Das Kreuzzugszeitalter beginnt. In Europa kommt viel Geld in Bewegung, Banken entstehen.

1064
Der Ablasshandel der Kirchen, indem sich Sünder mit Geld freikaufen beginnt.

1045
Die Mark wird erstmals urkundlich als Gewichtseinheit zu 233,7 Gramm erwähnt.

975
Als erster Feudalherr in Deutschland prägt der Erzbischof von Mainz unter eigenem Bild als unter dem des Königs.

818
Unter Ludwig des Frommen entsteht die erste Strafvorschrift gegen Falschmünzerei. Als Strafe dient das Abschlagen der Hand. (Diese unfeine Sitte bewahrt sich in Mitteleuropa für lange Zeit)

794
Durch Karl den Großen setzten sich die silbernen Denare in ganz Europa durch und werden bis zum ausgehenden Mittelalter zu der bestimmenden Münze.

755
Die Karolingische Münzreform beginnt. Aus einem karolingischen Pfund Silber (491 Gramm) werden 20 Schilling (Solidi) zu je 12 Pfennigen (Denare) geschlagen. In Frankreich erhält sich diese Rechenweise bis zur franz. Revolution. In England sogar bis 1971.

726
In Byzanz wird die Bilderverehrung verboten. Die Münzbilder in ganz Europa verändern sich grundlegend.

697
Die Araber schaffen sich ein eigenes Münzwesen, mit dem Denar als Goldmünze an der Spitze.

585
Erstmals wird im Frankenreich der "Zehnt" als Naturalabgabe eingeführt. Diese Abgabeform überdauert bis in die Neuzeit.

350-400
Im untergehenden römischen Reich beginnt die Rückbildung von der Geldwirtschaft zur Naturalwirtschaft.

306-337
Konstantin der Große erschafft eine neue Münzordnung. Als Grundlage dient der Solidus als Goldmünze. Aus einem Pfund werden 72 Solidi geschlagen (röm. Pfund= 327,45 Gramm).

294
Im römischen Reich wird unter Kaiser Diokletian eine neue Münzwährung geschaffen, die Grundlage bildet der Follis, eine Bronzemünze.

195-306
Im römischen Reich kommt es immer weiter zu einer Verschlechterung der Münzprägung. Der Silbergehalt der Denare sinkt stetig soweit, bis nur noch Silberspuren vorhanden sind.

63
Unter dem römischen Kaiser Nero kommt es zur ersten großen Inflation der Weltgeschichte, er ließ, um mehr Gewinn zu erzielen, den Feingehalt und das Gewicht der Münzen senken.

23 v. Chr.
Kaiser Augustus führt im römischen Reich ein feste Währungs- und Geldordnung ein. Das Wertverhältnis zwischen Gold und Silber wird gesetzlich mit 1 zu 12,5 festgelegt.

214 v. Chr.
Im römischen Reich wird der Silberdenar gesetzliches Zahlungsmittel.

289 v. Chr.
Das römische Reich führt die offizielle Münzprägung ein.

336 v. Chr.
Alexander der Große führt in seinem Weltreich ein einheitliches Münzsystem auf Grundlage des Athenischen Münzfußes ein. Kupferkleingeld entsteht.

400 v. Chr.
Nachdem Athen die Silbergewinnung gesteigert hatte, kommt es durch die erhöhte Geldmenge zur Inflation. Die Zeit der Geldfälschungen beginnt.

423 v. Chr.
In Athen wird der Handel mit ausländischen Münzen verboten. Der Händler muss seine Münzen umtauschen.

445 v. Chr.
In Griechenland entstehen erste private Banken. Das Geldwesen wird gesetzlich geschützt.

510 v. Chr.
Im Perserreich entsteht eine bimetallene Währung. Im einen Teil des Reiches kursieren Goldmünzen als Zahlungsmittel, im anderen Teil Silbermünzen.

550 v. Chr.
Krösus lässt als König von Lydien erstmals im großen Stil Goldmünzen prägen. Diese sind mit Silbermünzgeld offizielles Zahlungsmittel. Krösus war vor allem für seine ungeheure Schatzkammer bekannt, wo er Goldmünzen hortete und mit denen er gegenüber seinen Gästen protzte.

594 v. Chr.
In Athen wird eine offizielle Silberwährung eingeführt. Als Grundlage dient das Talent zu 26 Kilogramm, bestehend aus 60 Minen zu jew. 100 Drachmen.

600 v. Chr.
Im Lyderreich, in Kleinasien entsteht das älteste bisher bekannte Edelmetallmünzgeld. Geprägt wurde aus einer Legierung von Gold und Silber (sog. Elektron). Zur gleichen Zeit entsteht im Stadtstaat Athen die Drachme.

1700 v. Chr.
Unter König Hammurabi wird Silber bereits als Metallgeld verwendet. Es war aber noch nicht staatlich nominiert und wurde auch noch nicht zu Münzen geprägt, sondern musste jeweils abgewogen und zurechtgehackt werden (sog. Hacksilber).

3100 v. Chr.
Im alten Ägypten dient Gold bereits als Zahlungsmittel. Es wird in kleine Goldbarren gegossen, in das der Name des Pharaos eingeschlagen wird.

ca. 4000 v. Chr.
In China wird neben Jade und Perlen als Zahlungsmittel sog. Gerätegeld benutzt. Dies sind zumeist kleine Bronzenachbildungen von Spaten und Hacken.